mixing engineer – cantarelos music http://cantarelos.com online since 1997 Fri, 15 May 2026 12:23:28 +0000 en-US hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 http://cantarelos.com/wp-content/uploads/2024/01/cropped-favicon-32x32.png mixing engineer – cantarelos music http://cantarelos.com 32 32 Sampling a condom and making music http://cantarelos.com/2026/02/10/eng-sampling-a-condom-and-making-music/ Tue, 10 Feb 2026 14:00:46 +0000 http://cantarelos.com/?p=2210 The crazy sexy sound set of special rubber – A unique sample idea that has been in the drawer since 2011.

In February 2011 , we did something curious and fun. When you try to produce unusual sounds, you come up with all sorts of ideas. There was a condom lying around in the studio. Somehow , the idea arose of how long you could stretch it. Suddenly , the thing looked like a guitar string , and it was plucked. Basically , it was already clear what was coming next.

(Video: A short demo of the Condomat instrument for an electronic album production in 2021)

We sampled the condom in every possible way. Since 1997, we ‘ve been releasing techno in all its variations under the project chrom.o.som , and this led to a track consisting solely of this sampled condom . For some reason, this idea was shelved. After a few years, we researched whether a condom had been sampled in the music world, where by then everything seemed to be sampled. We found nothing. Even today, in 2026, no one has copied it. Therefore, it was a unique idea.

Listen here to a little demo track. Make techno music with a condom

There is a “Free Sample Pack” with 22 sounds available for download. Download

The complete version “Condomophone Sample Pack – 53 Sounds (9.00 EUR)” can be ordered on the “ Download ” page.

One of chrom.o.som ‘s first tracks was “chromosom” from 1997. This track is also a kind of artwork with special characteristics, as new versions are released at longer intervals.

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Sampling a condom and make music http://cantarelos.com/2026/01/10/sampling-a-condom-and-make-music/ Sat, 10 Jan 2026 11:14:45 +0000 http://cantarelos.com/?p=2169 The crazy sexy sound set of special rubber – Eine einzigartige Sample Idee die seit 2011 in der Schublade liegt.

Im Februar 2011 haben wir etwas Kurioses und Lustiges umgesetzt. Wenn man versucht, seltene Klänge zu produzieren, kommt man auf die verschiedensten Idee. Im Studio lag ein Kondom (Gummi, Präservativ, Pariser). Irgendwie entstand die Idee, wie lang man das ziehen kann. Plötzlich sah das Ding aus wie eine Gitarrensaite und sie wurde angeschlagen. Im Grunde war da schon klar was jetzt kommt.

(Video: Ein kurzes Demo vom Track und ein Einsatz des “Instruments” für eine Album-Produktion in 2021)

Wir haben das Ding in allen möglichen Varianten gesampelt. Da wir seit 1997 immer wieder Techno in allen Varianten unter dem Projekt chrom.o.som veröffentlicht haben, entstand so auch ein Track der nur aus diesem gesampelten Kondom bestand. Aus irgendeinem Grund bliebt diese Idee in der Schublade liegen. Nach einigen Jahren haben wir mal recherchiert ob in der Musikwelt, in der mittlerweile alles gesampelt wurde, auch ein Kondom dabei war. Wir haben nichts gefunden. Heute im Jahr 2026 hat das noch immer keiner nachgemacht. Demnach ist es eine einzigartige Idee gewesen.

Es gibt ein “Free Sample Pack” mit 22 Sound zum download. Download

Die komplette Version “Condomophone Sample Pack – 53 Sounds (9,00 EUR) kann man auf der Seite “Download” bestellen.


Einer der ersten Tracks von chrom.o.som war “chromosom” aus dem Jahr 1997. Auch dieser Track ist eine Art Kunstwerk mit besonderen Eigenschaften, denn es gibt in größeren Abständen neue Versionen.

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Das Dilemma der Harmonie: Warum Techno die ultimative Herausforderung für Sounddesigner ist http://cantarelos.com/2025/12/18/harmonie-techno-sounddesigner/ Thu, 18 Dec 2025 10:05:24 +0000 http://cantarelos.com/?p=1874 Es ist eine der größten Ironien der modernen Musikproduktion: Während klassisch ausgebildete Musiker Jahre damit verbringen, das komplexe Gefüge aus Akkorden, Tonleitern und Harmonien zu meistern, verlangt das Genre Techno oft genau das Gegenteil. Es ist ein Stil, der auf den ersten Blick für Menschen gemacht scheint, die nicht wissen, was ein verminderter Septakkord ist. Doch für einen Composer oder Audio Engineer mit tiefem musiktheoretischem Wissen ist es oft die schwierigste Aufgabe von allen, einem Track bewusst jegliche Harmonik zu entziehen.

Die Last des Wissens im Studio-Alltag

Wer in der Welt der Töne zu Hause ist, gerät im Studio schnell in ein Dilemma. Das Gehirn sucht automatisch nach Auflösungen, nach Terzen und Quinten, die dem Ohr Schmeicheln. Doch echte Electronic Music in ihrer puristischen Form – insbesondere der hypnotische Techno – funktioniert über Texturen, Klangfarben und Repetition. Wenn wir versuchen, einen Track zu produzieren, steht uns unser Wissen oft im Weg. Wir wollen “Musik” machen, wo eigentlich nur “Klang” sein sollte. Das Ziel ist nicht die Melodie, sondern die Erzeugung eines Grooves, der allein durch die Modulation des Frequenzspektrums lebt.

Die Unbeschreiblichkeit des Sounds: Zwischen Handwerk und Zufall

Ein häufiges Problem in der Zusammenarbeit zwischen Sounddesignern und Produzenten ist die Kommunikation. Wie beschreibt man einen Sound, der keine tonale Basis hat? Man kann es kaum in Worte fassen. Begriffe wie “dreckig”, “breit” oder “treibend” sind subjektive Krücken. In der Realität ist die Erstellung eines wegweisenden Techno-Tracks kein berechenbarer Prozess, der auf einem Notenblatt beginnt.

Es ist vielmehr ein endloses “Schrauben” und Experimentieren. Man sitzt vor seinen Synthesizern oder der DAW, moduliert Oszillatoren, schickt Signale durch analoge Filterketten oder ein Digitaldelay und wartet auf diesen einen Moment, in dem aus Rauschen und Sinuswellen etwas Organisches, Unvorhersehbares entsteht. Dieser Prozess der Klangsynthese ist nicht deterministisch; er ist eine Suche nach dem “Happy Accident”.

Das Handwerk hinter dem “Nicht-Musikalischen”

Für einen Mixing Engineer bedeutet Techno Schwerstarbeit am Fundament. Wenn die harmonische Führung fehlt, rücken andere Elemente in den Fokus:

  • Transient Shaping: Die Attack-Phase jedes perkussiven Elements muss perfekt sitzen, um den nötigen Drive zu erzeugen.
  • Layering: Mehrere Texturen werden übereinandergelegt, um Tiefe zu erzeugen, ohne das Frequenzband zu verstopfen.
  • Audio Implementation von Dynamik: Da es keine Melodiebögen gibt, muss die Spannung durch Automation, Filterfahrten und subtile Veränderungen im Sound Design aufrechterhalten werden.

Fazit: Die Freiheit der Formlosigkeit

Am Ende ist Techno die Befreiung vom Diktat der Tonleiter. Es ist die Kunst, dem Hörer nichts vorzugeben, sondern ihn durch Phasenverschiebungen und psychoakustische Effekte in einen Zustand der Trance zu versetzen. Wer lernt, sein musikalisches Wissen als Werkzeug und nicht als Korsett zu begreifen, findet in der Reduktion die höchste Form der kompositorischen Freiheit. Es ist kein Unvermögen, keine Töne zu nutzen – es ist die bewusste Entscheidung für die Urgewalt des Schalls.

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