Wer mit offenen Ohren durch die Natur geht, findet überall Rohmaterial für exzellente Produktionen. Was für den Spaziergänger ein beruhigendes Rauschen ist, ist für den Sound-Designer eine hochfrequente Goldmine. In unserem neuesten Projekt haben wir das „Weiße Rauschen“ eines regionalen Wasserfalls eingefangen und in ein hybrides Drum-Sample-Pack verwandelt.

Die Aufnahme: Raw Sound direkt vom Wegesrand

Alles begann mit einem Smartphone und einem zufälligen Moment am Wasser. Das laute, konstante Rauschen eines kleinen Wasserfalls bietet eine perfekte, flächendeckende Frequenzverteilung – ähnlich wie weißes oder rosa Rauschen, aber mit der unregelmäßigen, organischen Textur des Wassers. Diese Nuancen sind es, die später im Mix für die nötige „Lebendigkeit“ sorgen.

Waterfall noise into drumsounds

Die Laborphase: Das Zerlegen des Wassers

Zurück im Studio wurde die Rohaufnahme in ihre Einzelteile zerlegt. Das Ziel: Aus einem kontinuierlichen Fluss präzise, perkussive Einschläge zu formen.

  1. Chipping & Transient Shaping: Wir haben winzige Fragmente (Grains) aus der Aufnahme geschnitten. Durch extrem kurze Hüllkurven (Envelopes) mit schnellem Attack und kurzem Decay entstehen aus dem Rauschen plötzlich Klick-Laute und „Snaps“.
  2. Layering & Frequenz-Design: Eine Kick-Drum braucht Druck im Keller, eine Snare braucht Schärfe. Wir haben die Wasserfall-Samples gelagert:
    • Hi-Hats: Hierfür nutzten wir die obersten Frequenzen des Wassers, geschärft durch einen High-Pass-Filter.
    • Snares: Ein Mix aus dem Wasser-Rauschen und einem synthetischen Kern gibt der Snare eine unverkennbare „Airiness“.
    • Claps: Durch leicht versetztes Layering mehrerer Wasser-Transienten entstanden breite, organische Claps.
  3. Die Effekt-Kette: Mit chirurgischen EQs wurden störende Resonanzen entfernt. Kompressoren verliehen den Klängen den nötigen „Punch“, während wir mit Sättigung (Saturation) die harmonische Wärme hinzufügten, die man bei reinen Naturaufnahmen oft vermisst.

Das Ergebnis: Das „Waterfall Percussion Pack“

Das Resultat dieser Transformation ist ein Sample-Pack, das das Beste aus beiden Welten vereint: Die Durchsetzungskraft moderner Studio-Drums und die ungebändigte Textur der Natur. Diese Sounds klingen nicht nach „Wasser“, sondern nach High-End-Design mit einem organischen Fußabdruck.

  • Unique Textures: Keine zwei Tropfen schlagen gleich auf – das hört man in der Komplexität der Samples.
  • Ready to Mix: Alle Sounds sind vorbearbeitet und sofort einsatzbereit für Techno, Ambient oder experimentellen Pop.

Jetzt exklusiv auf unserer Webseite

Wir glauben daran, dass die besten Sounds dort draußen warten, man muss sie nur pflücken. Unser komplettes „Waterfall Percussion Pack“ steht ab sofort auf unserer Webseite zum Download bereit. Hol dir ein Stück Natur in dein Rack und gib deinen Beats eine Textur, die kein Synthesizer nachbauen kann.

Infografik-Beschreibung: Vom Wasserfall zur Hi-Hat – Die EQ-Magie

Titel der Infografik: Naturschall formen: Wasserfall-Rauschen in knackige Hi-Hats verwandeln

Visueller Stil: Klare Linien, dunkler Hintergrund (symbolisiert den rohen Sound), helle, leuchtende Frequenzkurven und Icons. Jedes Bild sollte eine stilisierte Darstellung des jeweiligen Schritts sein.


SCHRITT 1: Die Quelle – Rohes Wasserfall-Rauschen

  • Bild: Wellenförmige, ungeordnete Linien, die das breite Frequenzspektrum des Wasserfall-Rauschens darstellen. Vielleicht ein stilisiertes Smartphone-Icon oder ein Mikrofon.
  • Text: „Starte mit deiner Rohaufnahme des Wasserfalls. Sie enthält das gesamte Frequenzspektrum, aber noch unformatiert.“
  • Wellenform-Icon: Eine breite, volle Kurve im Frequenzbereich, die den gesamten Bereich abdeckt.

SCHRITT 2: High-Pass Filter – Bass raus, Höhen rein

  • Bild: Eine Frequenzkurve, die am unteren Ende steil nach unten abfällt (roter X-Punkt bei ca. 800-1000 Hz). Ein stilisiertes EQ-Interface.
  • Text: „Setze einen High-Pass-Filter (HPF) bei ca. 800 Hz bis 1 kHz. Alles darunter wird entfernt, um den ‚Matsch‘ zu beseitigen und den Fokus auf die brillanten Höhen zu legen.“
  • Wellenform-Icon: Eine Kurve, die im Bassbereich flach ist und erst ab dem HPF-Punkt ansteigt.

SCHRITT 3: High-Shelf Filter – Die Höhen anheben

  • Bild: Eine Frequenzkurve, die im oberen Bereich (ab ca. 8-10 kHz) sanft, aber deutlich ansteigt.
  • Text: „Nutze einen High-Shelf-Filter (HSF) ab ca. 8-10 kHz, um die obersten Frequenzen anzuheben. Dies verleiht der Hi-Hat den nötigen Glanz und ‚Luft‘.“
  • Wellenform-Icon: Die Kurve steigt im oberen Bereich noch stärker an.

SCHRITT 4: Peaks und Cuts – Definition und Schärfe

  • Bild: Kleine, präzise Cuts (Absenkungen) und Boosts (Anhebungen) an spezifischen Frequenzen, dargestellt als Nadeln in der Kurve.
  • Text: „Feinabstimmung: Suche nach resonanten Frequenzen (oft im Bereich von 3-5 kHz für ‚Clarity‘) und hebe diese leicht an. Gleichzeitig senke unangenehme, harsche Frequenzen (z.B. bei 6-7 kHz) ab.“
  • Wellenform-Icon: Eine detailliertere Kurve mit kleinen Spitzen und Tälern in den Mitten und Höhen.

SCHRITT 5: Feintuning – Transient Shaping & Kompression (Optional)

  • Bild: Ein Kompressor-Icon und eine Hüllkurve (Envelope) mit kurzem Attack/Decay.
  • Text: „Um den ‚Knack‘ zu verstärken, nutze einen Transient Shaper oder einen Kompressor mit schnellem Attack und Release. Dies macht die Hi-Hat präziser und definierter.“
  • Wellenform-Icon: Eine Kurve, die nun schärfer und perkussiver aussieht.

Endresultat: Eine stilistisch dargestellte Hi-Hat, die aus Wasser besteht.

  • Text: „Aus dem Rauschen der Natur wird eine präzise, organische Hi-Hat – bereit für deinen nächsten Track!“
  • Icon: Ein stilisiertes Hi-Hat-Becken, aus dem Wassertropfen spritzen.